Vortrag über „Euthanasie“ - Morde und Pfarrer Feurstein am 9.11. beim Baarverein
Der Verein für Geschichte und Naturgeschichte der Baar erinnert am Mittwoch, 9. November an eines der bedrückendsten Kapitel aus der Zeit des Dritten Reiches. Es geht um das „Euthanasie“ genannte Töten von kranken Kindern und Geisteskranken, deren Leben als „lebensunwert“ betrachtet wurde. Referent ist der Vorsitzende des Baarvereins Dr. Hans Keusen, dem als Mediziner im Ruhestand besonders daran gelegen ist, dieses Unrecht als dauerhafte Mahnung in Erinnerung zu halten. Er berichtet zunächst über die Vorgeschichte der „Euthanasie“, ihre Organisation und die Durchführung der Morde in deutschen Heil – und Pflegeanstalten sowie über die Täter.

Heinrich Feurstein (1877-1942),
Stadtpfarrer von Donaueschingen
von 1908 bis zu seiner Verhaftung 1942
| Im zweiten Teil des Vortrags geht es um den besonderen Einsatz des Donaueschinger Stadtpfarrers Dr. Heinrich Feurstein, der diese vom Regime initiierten Untaten in seiner Neujahrspredigt 1942 scharf anprangerte und dafür im Konzentrationslager Dachau sein Leben lassen musste. |
Der Vortrag beginnt um 20.00 Uhr im Donaueschinger Evangelischen Gemeindehaus am Irmapark (Max-Egon-Str. 23 A).
Vereinsmitglieder und Öffentlichkeit, insbesondere auch Jugendliche sind herzlich eingeladen.
Mittwoch | 09.11. | 20:00 Uhr | Vortrag
Die „Euthanasie“-Morde der NS-Zeit
mit besonderer Berücksichtigung von Pfarrer Feursteins Gegnerschaft
Dr. Hans Keusen, Bräunlingen
Ev. Gemeindehaus am Irmapark Donaueschingen