Die Baar  

wo Donau und Neckar entspringen

Aktuell: Im Rahmen der Vorbereitung auf die Landesgartenschau 2010 wird der bisher verdolte Neckar kurz nach seinem Ursprung im FFH-Gebiet "Schwenninger Moos" im gesamten Stadtgebiet von VS-Schwenningen offen gelegt und renaturiert. 
Weitere Informationen finden Sie unter www.provs.de/geo/geotag.htm 


 

 

 


 

Eine kleine Landeskunde:

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Hier kommen sich Schwarzwald und Schwäbische Alb am nächsten.

 

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Nirgendwo treten 
die geologischen Schichten  
auf so engem Raum zu Tage 
wie auf der Baar.

 


  • Weiter südlich finden sich Basalte, nördlichste Zeugen des Vulkanismus im Hegau.
  • Karsterscheinungen, wie Höhlen, Dolinen, Versinkungen von Fließgewässern, und Aufstoßquellen entstehen in Muschelkalk und Jura.
  • Jede dafür in Frage kommende Schicht führt ihre typischen Fossilien.

Die bedeutendsten paläontologischen Funde, beide einzigartig auf der Welt, sind:

  • 36 Mastodonsaurus cappelensis  (220 Mio Jahre alt) im Buntsandstein bei Kappel .
  • 7 vollständige Skelette von Plateosaurus trossingensis (160 Mio Jahre alt) im Knollenmergel des Keupers in Trossingen

Hohe geologische Diversität und klimatische Extreme bedingen eine große Biotopvielfalt auf engem Raum:

  • Tiefe Täler und Schluchten: Schwarzwald, Donau ,Wutach.
  • Moore in den Quellgebieten, Rieder in den Auen der Fließgewässer, Seen durch Kiesabbau.
  • Wälder unterschiedlichster Ausprägung.
  • Heiden auf den jahrhundertealten Weidflächen, Wiesen und Äcker  aus einer langen

Besiedlungszeit durch den Menschen:

In einem Moor bei Schwenningen wurde der Beckenknochen eines Auerochsen gefunden. In ihm steckte eine abgebrochene Spitze aus Feuerstein. 
Die Datierung ergab ein Alter von 10.000 Jahren.


Die schriftlich überlieferte Geschichte der Baar

beginnt mit einer starken Frau und einem Liebesgedicht:

Der Kaiser Valentinian kam als letzter römischer Feldherr 368 n.Ch. an die Donauquellen.

Unter seiner Kriegsbeute war auch die Allemannin Bissula. 
Sein Kriegsberichterstatter und Hofdichter Decimus Magnus Ausonius (310-390 n. Ch.) verliebte sich in die Frau und der Kaiser schenkte sie ihm. Ausonius nahm sie als seine rechtmäßige Ehefrau und freie römische Bürgerin mit nach Latium. Seine Liebesgedichte an die Germanin mit den blauen Augen und dem blonden Haar sind überliefert worden:

"Bissula, kundig gar wohl des Donaustroms, wo er entspringt":

 

Bissula trans gelidum stirpe et lare prosata Rhenum,
Conscia nascentis Bissula Danubii,
Capta manu, sed missa manu, dominatur in eius
Deliciis, cuius bellica praeda fuit.
Matre carens, nutricis egens, nescivit herai
Imperium....
Fortunae ac patriae quae nulla opprobria sensit,
Ilico inexperto libera servitio.
Sic Latiis mutata bonis, Germana maneret
Ut facies, oculos caerula, flava comas.
Ambiguam modo lingua facit modo forma puellam,
Haec Rheno genitam praedicat, haec Latio.

Ausonius

 

 

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