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Eine besondere NS-Karriere
Freitag | 29.05. | 19 Uhr | Vortrag
Eine besondere NS-Karriere
Die sieben Leben des Neustädter Arztes Dr. Emil Ketterer
Im NS-Machtapparat spielten die „Alten Kämpfer“ eine besondere Rolle. Bei der Besetzung von Ämter und Posten war oft nicht die Leistung von entscheidender Bedeutung, sondern die Mitgliedschaft in der exklusiven Gruppe der frühen Mitkämpfer. Mit dieser Bevorzugung sorgte Hitler dafür, dass seine frühen Anhänger loyal zu ihm standen und seinen Machtanspruch weiter sicher stellten.
Ein typischer Vertreter dieser „Alten Kämpfer“ war der Arzt Dr. Emil Ketterer aus Neustadt. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Donaueschingen studierte er in München Medizin. Er schloß sich nach dem Ersten Weltkrieg der Freikorps-Bewegung an, bevor er zur frühen NSDAP stieß. Als Leibarzt des SA-Chef Ernst Röhm gehörte er zum inneren Kreis der frühen Münchner Partei.
Auch wenn Dr. Ketterer später nicht in die höchsten Machtpositionen kam, so nutzte er doch immer wieder seinen Rang als „Alter Kämpfer“ um für sich, aber auch für andere Personen und Institutionen Vorteile zu erwirken. Die Beispiele werden überraschen, da sie teilweise bis in die jüngste Vergangenheit Auswirkungen haben.
Harald Ketterer, Löffingen-Bachheim
Ort: Donaueschingen, Landratsamt-Außenstelle, Humboldstraße 11