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von Frank Zeiler

Johann Georg Schultheiß (1809–1872), ein in seiner Heimatstadt St. Georgen im Schwarzwald wegen seines vielfältigen öffentlichen Wirkens bis heute bekannter Bürger, dessen Name in einer Straßenbezeichnung verewigt ist, gehörte in den 1830er Jahren als Student zu den nicht wenigen „Individuen, welche sich politischer Umtriebe“1hingaben. Deshalb geriet er gemeinsam mit anderen, heute ungleich bekannteren Opfern der damaligen „Demagogenverfolgung“ wie Georg Büchner oder Philipp Jakob Siebenpfeiffer, mit denen zusammen er auf einer Fahndungsliste der Zentralbehörde für politische Untersuchungen in Frankfurt a.M. stand, ins Visier der Obrigkeit und erfuhr strafrechtliche Verfolgung, Exil und polizeiliche Überwachung, wie sich aus archivalischem Material in den Beständen des Generallandesarchivs Karlsruhe (GLA) und des Staatsarchivs Freiburg (StAF) rekonstruiert lässt.

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